Samenspende: Behandlung bei Kinderwunsch

Eine Behandlung mit Spendersamen bietet Paaren sowie Single-Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch eine wertvolle Möglichkeit, ein Kind zu bekommen. Wenn eine männliche Unfruchtbarkeit vorliegt, die Spermienqualität eingeschränkt ist oder der Mann genetische Risiken mitbringt, kann eine Samenspende eine erfolgversprechender Weg zur Schwangerschaft sein. Daneben ermöglicht die Samenspende lesbischen Paaren und Single-Frauen die Erfüllung ihres Kinderwunsches.

Wir begleiten Sie einfühlsam und kompetent durch alle Schritte dieser besonderen Kinderwunschbehandlung. Von der ersten Beratung und allen notwendigen Untersuchungen über die Auswahl der richtigen Behandlungsmethode für Sie bis hin zu Befruchtung und Schwangerschaftstest nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und individuellen Bedürfnisse. Gerne beraten wir Sie auch über alternative Behandlungsoptionen und ergänzende Therapiemöglichkeiten.

Spendersamen können sowohl für die Inseminationsbehandlung als auch für künstliche Befruchtung (IVF-/ICSI-Therapie) verwendet werden. Dabei unterscheidet sich die Behandlung mit Samenspende in Ablauf, medizinischen Voraussetzungen, Chancen und Risiken nicht von einer Therapie mit Spermien des Partners. An dieser Stelle möchten wir darum nur die Besonderheiten der Samenspende-Behandlung beleuchten und die wichtigsten Fragen, die sich heterosexuelle Paare stellen, beantworten.

Die speziellen Aspekte der Samenspende für lesbische Paare und Samenspende für alleinstehende Frauen erklären wir ausführlich auf separaten Unterseiten.

Was ist eine Samenspende und für wen eignet sie sich?

Bei einer Kinderwunschbehandlung mit Samenspende stammen die Spermien für die Befruchtung der Eizelle nicht vom eigenen Partner, sondern von einem registrierten Samenspender. Eine Samenspende ist für verschiedene Menschen eine wichtige Möglichkeit für eine Schwangerschaft:

  • Paare mit männlicher Unfruchtbarkeit: Wenn die Spermienqualität beim Mann stark eingeschränkt ist, keine Samenzellen produziert werden oder eine genetische Erkrankung vorliegt, die nicht an das Kind weitergegeben werden soll.
  • Paare nach erfolglosen Kinderwunschbehandlungen: Wenn andere Therapieversuche wie ICSI mit dem Samen des Partners nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben.
  • Gleichgeschlechtliche Paare und alleinstehende Frauen: Für diese Frauen ist die Samenspende ein etablierter Weg, um zur Schwangerschaft zu kommen.

Wie wird ein Samenspender ausgewählt? Kriterien und Samenbanken

Alle Samenspende-Behandlungen, die zu einer Schwangerschaft führen oder deren Ausgang unbekannt ist, werden seit dem 1. Juli 2018 in einem zentralen Register erfasst. Die Spender durchlaufen umfassende medizinische Tests und psychologische Eignungsprüfungen, um hohe Qualitätsstandards zu sichern und gesundheitliche Risiken zu minimieren.

Die Auswahl des Spenders ist eine sehr individuelle und persönliche Angelegenheit der Paare. Manche möchten so viel wie möglich über den Samenspender wissen, andere sind froh, wenn sie nur das Nötigste erfahren.
Da es für das Kind wichtig ist, die Möglichkeit zu haben, die eigenen genetischen Wurzeln kennenzulernen, gibt es in Deutschland keine anonymen Samenspenden mehr. Kinder haben ab dem 16. Lebensjahr das Recht, Auskunft über die Identität ihres biologischen Vaters zu erhalten. Deswegen sind die Kinderwunschpraxis München Nord und die Samenbank verpflichtet, die Rückverfolgbarkeit (auch nach Jahren) zu gewährleisten.
Der Samenspender selbst hat keine rechtlichen Verpflichtungen wie Unterhalt oder Sorgerecht und auch kein Anrecht darauf, das Kind kennenzulernen, wenn dieses das nicht möchte.

Das Paar entscheidet sich für eine mit uns kooperierende Samenbank und kauft dort je nach Behandlungsmethode eine oder mehrere Samenproben. Die Samenproben sind kryokonserviert (eingefroren) und werden durch ein spezialisiertes Transportunternehmen in die Kinderwunschpraxis München Nord gebracht und eingelagert. An dem Tag, an welchem die Spenderspermien gebraucht werden, wird dann die Samenprobe aufgetaut und für die Kinderwunschbehandlung verwendet.

Emotionale Aspekte bei Samenspende

Die Familiengründung mit Samenspende kann durchaus Unsicherheiten und emotionale Herausforderungen mit sich bringen. In der Kinderwunschpraxis München Nord hören wir oft Fragen wie: “Wie wird sich das Kind entwickeln?”, “Wie gehen wir damit um, dass ein Unbekannter an der Zeugung beteiligt war?”, “Was werden unsere Angehörigen darüber denken?”. Diese Überlegungen sind völlig normal und wichtig und sollten vor Behandlungsbeginn unbedingt Raum bekommen. Im persönlichen Gespräch können Sie alle Ihre Fragen stellen und sich auf unsere langjährigen Erfahrungen mit Samenspenden stützen. Dabei ist es unerlässlich, dass die Paare verstehen, wie wichtig es für das Kind ist, von den Eltern frühzeitig über seine Zeugung mit Hilfe von Spendersamen informiert zu werden. Wir empfehlen eine ganz spezifische Beratung zum Thema “Familiengründung mit Samenspende” beim BKiD durch die dortigen Berater:innen mit Schwerpunkt “Gametenspende”.

Rechtliche Rahmenbedingungen und Kostenübernahme einer Kinderwunschbehandlung mit Samenspende

Samenspenden unterliegen in Deutschland Regelungen, die für alle Beteiligten Rechtssicherheit und Klarheit schaffen und vor allem das Wohl des Kindes schützen. Seit 2018 regelt das Samenspenderregistergesetz die rechtlichen Aspekte. Darin ist das Auskunftsrecht des Kindes ab dem 16. Lebensjahr festgehalten und dass eine Samenspende keine rechtliche Vaterschaft nach sich zieht. Außerdem müssen alle relevanten Daten im Register für 110 Jahre aufbewahrt werden und alle Samenbanken und Kinderwunschzentren müssen laut Registrierungspflicht Spender- und Empfängerdaten melden.

In Deutschland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen und privaten Versicherer derzeit die Kosten für eine Behandlung mit Samenspende nicht. Die heterologe Insemination und weitere Therapiemethoden mit Spendersamen sind daher Selbstzahlerleistungen und setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen:

  • 1
    Kosten für den Kauf der Spendersamen
  • 2
    Lagerungsgebühr für Einlagerung der Spendersamen in der Kinderwunschpraxis München Nord
  • 3
    Kosten für die Medikamente zur Zyklusunterstützung
  • 4
    Kosten für die Kinderwunschbehandlung: Ultraschallkontrollen und Bluttests, Laborkosten u.a. für die Aufbereitung der Spermien, weitere ärztliche Leistungen

Die Kosten variieren je nach Therapieform und den individuellen medizinischen Gegebenheiten. In der Kinderwunschpraxis München Nord klären wir Sie vor der Behandlung transparent und offen über alle anfallenden Kosten auf und erklären Ihnen verschiedene Optionen.

Moderne Reproduktionsmedizin für Ihren Kinderwunsch in der Kinderwunschpraxis München Nord

Seit den 1970er Jahren werden in Deutschland Samenspenden für Kinderwunschbehandlungen eingesetzt. Seitdem hat sich viel getan und medizinische Fortschritte eröffnen neue Wege und Perspektiven für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Wir begleiten Sie mit aktuellem Fachwissen, Empathie und Respekt auf Ihrem ganz persönlichen Weg. Wir durften schon oft dabei sein, wenn eine neue Familie entsteht und sind stolz darauf, Teil dieser Geschichten zu sein.